Video [5]: 3-3
Dandys Video ist besser gedreht, die Kameraführung wirkt professioneller und der gesamte Look sieht abgerundeter aus.
Beim Hoodverein glänzt das Video durch die Location, die Performance, den Humor und den dadurch entstehenden Eindruck.
Der Hoodverein unterhält durch das Video zusätzlich, während Dandy ein professioneller wirkendes Musikvideo hat.
Hier ist es absolut subjektiv, was man einem mehr zusagt.
Für mich persönlich nehmen sich beide Videos insgesamt nicht all zu viel, weshalb ich ein 3-3 gebe.
Audio [7]: 6-1
Dandy rappt hier nicht wirklich, was möglicherweise für einige ein großer Kritikpunkt ist.
Jetzt kann man sich darüber streiten, ob so was in das Turnier gehört oder nicht.
Ich mag aber Abwechslung, vor allem wenn es gut umgesetzt ist und Dandy macht das, was er hier macht, echt sehr ordentlich.
Es gibt dennoch gewisse Patterns und Abwechslung im Part, wobei ich aber trotzdem einen größeren Kritikpunkt sehe.
Durch den fehlenden Rap und das Singen hat Dandy es schwerer, Variationen in seine Stimme zu bekommen.
So wirkt die Runde, obwohl es Variationen gibt, auf Dauer ein wenig monoton.
Die Hook ist wieder viel zu kurz, auch wenn sie gut ist.
Wenn man das aber gar nicht mag, weil der gesamte Track wie eine Hook klingt, kann ich das nachvollziehen.
Der Hoodverein dagegen rappt nicht wirklich, es gibt keinen Stimmeinsatz, keine musikalisch passenden Betonungen, keinen richtigen Flow, aber Ansätze, um im Takt zu bleiben.
Somit ist in irgendeiner Form der erste Schritt in Richtung Basics getan, auch wenn das noch wohlwollend ist.
Generell ist das Battle diesbezüglich sehr klar, 6-1 an Dandy.
Text [10]: 2-3
Dandy hat hier nicht wirklich gebattled.
Es wird wieder durchgehend irgendwie gefronted, aber es gibt keinen guten Punch.
Lediglich zwei Formulierungen fand ich ganz okay, dazu zählen die Alt F4 und die die verschreibungspflichtig Line.
Abseits davon gibt es nichts, was ich irgendwie positiv vorzeigen könnte.
Der Hoodverein unterhält textlich besser, auch wenn die Lines selbst deutlich schlechter geschrieben sind.
Trotzdem unterhalten die einzelnen Lines unter Umständen besser, Beispiel: "sie ist klein aber schwer so wie ne Kurzhantel"
Von solchen Zeilen gibt es in der Runde ein paar, aber nicht viel, wodurch sich das auf über fünf Minuten dann doch leider zieht.
Trotzdem ist das immer noch mehr als das, was Dandy abgeliefert hat.
3-2 an Hoodverein
Delivery [3]: 2-2
Der Hoodverein delivert großartig, weil es eben nicht gut ist.
Trotzdem ist es auch eine Kunst, dass genau dieser Nerv getroffen wird.
Ich könnte es auch verstehen, wenn man das gar nicht belohnen will, aber die Zeilen müssen auch erstmal so trocken im Gesamtpaket rübergebracht werden.
Dandy dagegen lässt die Runde durch das Soundbild besser wirken, auch wenn es keine einzelnen gut deliverten Zeilen gibt.
Es wurde einfach dieses Anforderungsniveau erfüllt, bei dem alles grundsolide wirkt.
Das liegt an der Musikalität, dem Stimmeinsatz, den Betonungen, wie die Lines ausformuliert sind und dem allgemeinen Gesamtpaket.
Der Hoodverein hat mich aber so gut unterhalten und die Zeilen so trocken delivert, dass das für mich irgendwie gleichwertig ist.
2-2
Insgesamt: 13-9 an Dandy