MRT S6
VIERTELFINALE
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MRT ACHTELFINALE AWARDS-Votings
Das Voting für die Awards im Achtelfinale ist bis zum 18.01.26 um 23:59 geöffnet.
VS
61 : 74
Sieger: kidd kuala
laz218
Zur Bewertung »
vergibt ein 13 zu 20 an
kidd kuala
Bewertung von laz218
13 - 20
Gewinner: kidd kualakidd kuala
Video
4 / 5
Audio
6 / 7
Text
7 / 10
Delivery
3 / 3
Video
Visuell ist das echt rund. Verschiedene Locations, was direkt für Abwechslung sorgt. Besonders die Szene vor dem Fernseher ist eine coole Idee – simpel (und auch nicht neu), aber mit Wiedererkennungswert. Die Qualität ist insgesamt okay – kein Meisterwerk, aber weit entfernt von schwach. Sieht nach solider Umsetzung mit begrenzten Mitteln aus.
Das Pacing ist einwandfrei – keine unnötigen Längen, keine hektischen Cuts. Man bleibt dran, es läuft flüssig und wirkt durchdacht. Das Grading ist einfach gehalten, aber sehr passend – keine wilden Rio-Farbfilter, einfach ein Look, der zum Vibe passt. Es gibt keine Effektorgie, aber das ist hier auch gar nicht nötig. Alles sitzt, wirkt bewusst reduziert und dadurch authentisch.
Vocals / Sound
Aufnahmetechnisch stark: alles gut verständlich, sauber eingesprochen, kein störendes Rauschen oder Übersteuern. Der Sound fängt den Phonk-Vibe richtig gut ein – genau das, was man erwartet.
Das Mixing ist großartig – shoutout an Äym an der Stelle. Das Gesamtbild ist super ausbalanciert, die Stimmen sitzen perfekt im Beat, die Dynamik stimmt. Man merkt, dass hier jemand mit Erfahrung am Werk war. Klanglich also ganz klar über dem Durchschnitt.
Text / Inhalt
Textlich bewegen sich beide im Bereich von okay bis gut. Kein übertrieben komplexes Writing, aber solide Reime, die funktionieren. Es gibt ein paar Lines, bei denen man automatisch schmunzeln muss – etwa
„Ey, du siehst aus, als hättst du dich das letzte Mal bei deiner Taufe gewaschen“
Das ist stumpf, aber auf eine gute Art – genau der Humor, den man hier von Kuala und Äym erwartet.
Insgesamt tut’s textlich mehr weh als beim Gegner, aber auch hier wird nicht mit richtig tiefgehenden Punchlines gearbeitet. Es bleibt auf einem konstant guten, aber nicht überragenden Niveau – entertaining, charmant, aber kein Knockout.
Flow / Delivery
Flowmäßig liefern beide stabil ab. Kein großes Risiko, keine wilden Experimente, aber dafür sauber, kontrolliert und ohne Hänger. Der Flow sitzt konstant, der Beat wird gut bespielt.
Beide wissen, wie sie ihre Stimme einsetzen – das hört man direkt. Präsenz, Timing und Betonung passen. Besonders cool ist die „von oben herab“-Attitüde, die beide an den Tag legen. Diese leicht arrogante, aber humorvolle Haltung funktioniert perfekt für das Format und gibt der Runde Charakter.
Alles in allem: starkes Duo, technisch sauber, mit einer Runde, die einfach Spaß macht. Kein Gimmick, kein Effekthype – einfach zwei Artists, die wissen, was sie tun, und das souverän durchziehen.
Visuell ist das echt rund. Verschiedene Locations, was direkt für Abwechslung sorgt. Besonders die Szene vor dem Fernseher ist eine coole Idee – simpel (und auch nicht neu), aber mit Wiedererkennungswert. Die Qualität ist insgesamt okay – kein Meisterwerk, aber weit entfernt von schwach. Sieht nach solider Umsetzung mit begrenzten Mitteln aus.
Das Pacing ist einwandfrei – keine unnötigen Längen, keine hektischen Cuts. Man bleibt dran, es läuft flüssig und wirkt durchdacht. Das Grading ist einfach gehalten, aber sehr passend – keine wilden Rio-Farbfilter, einfach ein Look, der zum Vibe passt. Es gibt keine Effektorgie, aber das ist hier auch gar nicht nötig. Alles sitzt, wirkt bewusst reduziert und dadurch authentisch.
Vocals / Sound
Aufnahmetechnisch stark: alles gut verständlich, sauber eingesprochen, kein störendes Rauschen oder Übersteuern. Der Sound fängt den Phonk-Vibe richtig gut ein – genau das, was man erwartet.
Das Mixing ist großartig – shoutout an Äym an der Stelle. Das Gesamtbild ist super ausbalanciert, die Stimmen sitzen perfekt im Beat, die Dynamik stimmt. Man merkt, dass hier jemand mit Erfahrung am Werk war. Klanglich also ganz klar über dem Durchschnitt.
Text / Inhalt
Textlich bewegen sich beide im Bereich von okay bis gut. Kein übertrieben komplexes Writing, aber solide Reime, die funktionieren. Es gibt ein paar Lines, bei denen man automatisch schmunzeln muss – etwa
„Ey, du siehst aus, als hättst du dich das letzte Mal bei deiner Taufe gewaschen“
Das ist stumpf, aber auf eine gute Art – genau der Humor, den man hier von Kuala und Äym erwartet.
Insgesamt tut’s textlich mehr weh als beim Gegner, aber auch hier wird nicht mit richtig tiefgehenden Punchlines gearbeitet. Es bleibt auf einem konstant guten, aber nicht überragenden Niveau – entertaining, charmant, aber kein Knockout.
Flow / Delivery
Flowmäßig liefern beide stabil ab. Kein großes Risiko, keine wilden Experimente, aber dafür sauber, kontrolliert und ohne Hänger. Der Flow sitzt konstant, der Beat wird gut bespielt.
Beide wissen, wie sie ihre Stimme einsetzen – das hört man direkt. Präsenz, Timing und Betonung passen. Besonders cool ist die „von oben herab“-Attitüde, die beide an den Tag legen. Diese leicht arrogante, aber humorvolle Haltung funktioniert perfekt für das Format und gibt der Runde Charakter.
Alles in allem: starkes Duo, technisch sauber, mit einer Runde, die einfach Spaß macht. Kein Gimmick, kein Effekthype – einfach zwei Artists, die wissen, was sie tun, und das souverän durchziehen.
Flashus Christus
Video
3 / 5
Audio
5 / 7
Text
4 / 10
Delivery
1 / 3
Video
Auch hier gibt’s verschiedene Locations, was direkt schon mal gut wirkt. Es bringt Abwechslung rein und lässt die Runde nicht eintönig aussehen. Die Qualität ist – wie bei Kuala – nicht krass hoch, aber definitiv auch kein Totalausfall. Solide, aber nichts, was visuell herausragt.
Das Pacing ist in Ordnung, läuft smooth, ohne nervige Cuts oder unpassende Längen.
Was das Grading angeht: schwer zu sagen, ob’s überhaupt aktiv gegradet wurde. Falls ja, dann wirkt’s sehr minimal – eher ein Look, der aus der Kamera kommt. Dazu kommen Standard-Preset-Effekte, von denen man so langsam wirklich genug gesehen hat. Nicht schlimm, aber eben auch nicht kreativ.
Vocals / Sound
Soundtechnisch stabil – allerdings leicht schlechter als bei Kidd Kuala, aber wirklich nur minimal. Kann man hören, aber der winzige Unterschied ist da.
Er rappt die Runde sauber durch, kein unnötiges Gesinge, kein Herumexperimentieren. Straight Rap.
Der Mix ist okay – verständlich, solide, aber kein Meisterwerk. Keine besonderen Highlights, aber auch keine Fehler, die auffallen würden.
Text / Inhalt
Flashus ist ein Technikrapper wie er im Buche steht – und das merkt man direkt. Viele saubere Reime, gute Setups, aber dafür auch ein paar richtig schlimme Zweckreime, die einen kurz rausreißen.
Der Humor klappt hier nicht wirklich. Entweder ich versteh ihn überhaupt nicht, oder er ist einfachnicht vorhanden. Es fühlt sich an, als würde Flashus etwas Witziges anvisieren, aber der Pfeil landet jedes Mal knapp daneben.
Inhaltlich geht’s fast ausschließlich um Kidd Kualas alten Namen – und das ist einfach keine wirklich gute Angriffsfläche. Nach der dritten Line darüber weiß man schon, wohin die Reise geht, und danach passiert textlich kaum noch etwas Neues. Im zweiten Part kommen noch dann noch so deplatzierte und wirre Zeilen, dass ich kurz dachte N5ture performt die neue Runde von Michael Schloter alter.
Flow / Delivery
Flowmäßig ist das stabil – allerdings eintöniger als bei Kidd. Das liegt zum Teil am Beat, der weniger dynamisch ist, aber auch an Flashus’ eigener Performance.
Er brüllt viel rein, was cool kommen kann, aber auf Dauer etwas anstrengend wirkt. Es fehlt schlicht Variation.
Irgendwas fehlt hier insgesamt in der Delivery: Es wird sauber runtergerattert und mit Druck gebrüllt, aber so richtig etwas ankommen tut’s nicht. Die Attitüde ist da, die Technik ist da, aber der Impact fehlt – die Punchlines verpuffen fast ein bisschen, weil die Delivery sie nicht trägt.
Auch hier gibt’s verschiedene Locations, was direkt schon mal gut wirkt. Es bringt Abwechslung rein und lässt die Runde nicht eintönig aussehen. Die Qualität ist – wie bei Kuala – nicht krass hoch, aber definitiv auch kein Totalausfall. Solide, aber nichts, was visuell herausragt.
Das Pacing ist in Ordnung, läuft smooth, ohne nervige Cuts oder unpassende Längen.
Was das Grading angeht: schwer zu sagen, ob’s überhaupt aktiv gegradet wurde. Falls ja, dann wirkt’s sehr minimal – eher ein Look, der aus der Kamera kommt. Dazu kommen Standard-Preset-Effekte, von denen man so langsam wirklich genug gesehen hat. Nicht schlimm, aber eben auch nicht kreativ.
Vocals / Sound
Soundtechnisch stabil – allerdings leicht schlechter als bei Kidd Kuala, aber wirklich nur minimal. Kann man hören, aber der winzige Unterschied ist da.
Er rappt die Runde sauber durch, kein unnötiges Gesinge, kein Herumexperimentieren. Straight Rap.
Der Mix ist okay – verständlich, solide, aber kein Meisterwerk. Keine besonderen Highlights, aber auch keine Fehler, die auffallen würden.
Text / Inhalt
Flashus ist ein Technikrapper wie er im Buche steht – und das merkt man direkt. Viele saubere Reime, gute Setups, aber dafür auch ein paar richtig schlimme Zweckreime, die einen kurz rausreißen.
Der Humor klappt hier nicht wirklich. Entweder ich versteh ihn überhaupt nicht, oder er ist einfachnicht vorhanden. Es fühlt sich an, als würde Flashus etwas Witziges anvisieren, aber der Pfeil landet jedes Mal knapp daneben.
Inhaltlich geht’s fast ausschließlich um Kidd Kualas alten Namen – und das ist einfach keine wirklich gute Angriffsfläche. Nach der dritten Line darüber weiß man schon, wohin die Reise geht, und danach passiert textlich kaum noch etwas Neues. Im zweiten Part kommen noch dann noch so deplatzierte und wirre Zeilen, dass ich kurz dachte N5ture performt die neue Runde von Michael Schloter alter.
Flow / Delivery
Flowmäßig ist das stabil – allerdings eintöniger als bei Kidd. Das liegt zum Teil am Beat, der weniger dynamisch ist, aber auch an Flashus’ eigener Performance.
Er brüllt viel rein, was cool kommen kann, aber auf Dauer etwas anstrengend wirkt. Es fehlt schlicht Variation.
Irgendwas fehlt hier insgesamt in der Delivery: Es wird sauber runtergerattert und mit Druck gebrüllt, aber so richtig etwas ankommen tut’s nicht. Die Attitüde ist da, die Technik ist da, aber der Impact fehlt – die Punchlines verpuffen fast ein bisschen, weil die Delivery sie nicht trägt.
moritz9388
Zur Bewertung »
vergibt ein 18 zu 19 an
kidd kuala
Bewertung von moritz9388
18 - 19
Gewinner: kidd kualakidd kuala
Video
2 / 5
Audio
7 / 7
Text
7 / 10
Delivery
3 / 3
Video Kidd Kuala: 2 Punkte
Das Video von Eduard scheint mir eher zweckerfüllend. Wir haben Aufnahmen vom Interpreten beim Rauchen und Tee Trinken, außerdem noch Ausschnitte von einer Party (?) und obligatorische Videosequenzen seiner DAW. Mit Abstand die Highlights sind die Nahaufnahmen vom Seitenprofil vor den Bildschirmstörsequenzen (oder einem Greenscreen, keine Ahnung, wirklich). Die wurden mit Zooms und Dreheffekten ausgeschmückt und wirken daher um einiges passender für eine Battlerunde als der ganze Rest. Kameraqualität ist soweit in Ordnung, scheint mir mit irgend einem IPhone aufgenommen worden zu sein (sek. 40). Ich meine, das Video ist stilistisch in seiner Inkongruenz schon wieder ziemlich lustig. Eduard will damit wahrscheinlich die Ernsthaftigkeit rausnehmen und damit indirekt demonstrieren, was er von seinem Gegner hält. Das kann auch einen gewissen Überlegenheitseffekt auslösen, für die Bewertung dieser Rubrik halte ich vergleichliche Mutmaßungen aber für unpassend. Effekte und Einblendungen gibt es auch ein paar, der Schnitt ist rhythmisch gut und holt echt viel aus den Aufnahmen raus. Ich tendiere aufgrund der Stilsicherheit fast zu drei Punkten, aber fände das seinem Kontrahenten gegenüber nicht ganz fair.
Audio Kidd Kuala: 7
Der Interpret besticht direkt mit einem sehr passenden Instrumental für ein Battle. Der Beat funktioniert so gut, da er nicht zu voll produziert ist, das lässt Platz für die Stimme, eine gute Geschwindigkeit hat um den gesamten Sound etwas „nach vorne zu drücken“ und außerdem variabel respektive Percussion und Tonlagenwechsel ist. Eduard sowie Äym rappen extrem routiniert darauf, es gibt eine gesamte Bandbreite an Flowwechsel und die Mische ist verdammt clean. Die Reimsetzung ist auf den ersten Blick sehr einfach, man kann den beiden sofort folgen, aber es sind unglaublich viele Nuancen eingebaut, welche dafür Sorgen, dass das Gesamtprodukt wie aus einem Guss entstanden wirkt und nicht monoton wird. Ich führe hier mal einige Beispiele an: Bei Sekunde 48 haben wir einen Zeileneinstieg auf der 1 (inklusive Auftakt mit dem „Junge“), welcher den Endreim der vorangegangenen Zeile aufgreift („Zieh dich wieder an“). Äym baut im gesamten Chorus kurze Triolen ein, das klappt allein über die Betonung. Hört man nicht direkt raus, zeugt aber von extremer Routine und diesem klassichen „Kopfnickerfeeling“. Was mir noch positiv aufgefallen ist: Eduard lässt oft gar keine Silbenpause zwischen Aufbauzeile und Endzeile. Wir haben praktisch den gesetzten Reim auf der vier und im direkten Anschluss einen Start im Auftakt. Das macht er nicht durchgehend, sondern streut es immer mal wieder rein. Sorgt halt wieder für Abwechslung, auch wenn es sehr subtile Spielereien sind. Man hätte vielleicht noch mehr Variation bei der Reimsetzung anstreben können, aber das ist halt totale Geschmacksache und nimmt wahrscheinlich ziemlich viel von diesem straighten Effekt raus, den die Runde auditiv hinterlässt. Zum Mix und Mastering: Die Doubles sind sauber und auf angenehmer Lautstärke. Vor der letzten Hook gibts nochmal ne Bridge mit Distortion und Downpitch, erzeugt ne geile Atmosphäre. Ich kann hier halt rein handwerklich wirklich nichts bemängeln.
Text Kidd Kuala: 7 Punkte
Textlich kenne ich Besseres von Eduard. Aber es ist halt immer noch Eduard, der hat vollkommen zurecht ziemlich lange Runs in diversen Turnieren gehabt. Was die Angles angeht, ist hier nichts allzu Innovatives zu holen: Flashus sei behindert, ballert Stoff, ist ekelhaft und dumm. Mir persönlich ist die Umsetzung sehr viel wichtiger, als der genutzte Angle und was das betrifft, mach er einen gewohnt guten Job. Ich denke, es ist sinnvoll, bei beiden Interpreten die Highlights herauszuarbeiten und habe mich für jeweils 3 Pointen pro Interpreten entschieden. Anbei führe ich noch kurz an, wieso ich die Zeile gut finde.
1. „Wer soll dich ernst nehm, machst auf hirntot und auf krank/
Ey dikka, du stehst mittags auf und es geht Zirkusmusik an./“
Die Aufbauzeile dient hier eher dem Reim, auch wenn sie thematisch jetzt nicht ins Leere greift und durchaus im Kontext zur Pointe steht. Diese wird aber durch die Existenz der Aufbauzeile alleine jetzt nicht umbedingt verstärkt. Ich finde das Bild, welches hier gezeichnet wird aber ziemlich absurd und gut gelungen. Es wird sehr clever beschrieben, wie sehr der Interpret seinen Gegner ernst nimmt. Ich mag das allgemein sehr an Eduards Schreibstil, er schafft es, seinen Gegner lächerlich zu machen. Keine Vergleiche oder Doppeldeutigkeiten sind für so einen Angriff von Nöten – sie verwässern ihn sogar eher. Kleiner Spoiler: Alle von mir angeführten Highlightzeilen von Eduard schlagen in die gleiche Kerbe und sind in ihrer Struktur sehr ähnlich. Die Gedanken und die Formulierungen sind bei den Beispielen so stark, dass sie als guter Angriff zu werten sind.
2. „Wie der sich traut das Haus zu verlassen/
Ey du siehst aus, als hättst du dich das letzte mal bei deiner Taufe gewaschen./“
Das ist lustig, weil man eine Taufe nicht wirklich als Waschvorgang bezeichnen kann/sollte (wieso erkläre ich das?) und sie bei den meisten von uns sehr lange her ist. Auch hier reichen wieder Gedanke und Formulierung um einen lustigen Moment zu erzeugen, obwohl dieses mal schon eher eine Pointe im klassischen Sinne zu erkennen ist. Die Frage nach dem Angle fällt gewissermaßen wieder weg, da die Runde eher ein Gesamtbild des Gegners zeichnet und nicht verschiedene Angriffspunkte bedienen will.
3. „Und neben dir, während du Pisser dir Schunpftabak und Linien sniffst,/
Stopft sich dein scheiß Alkivater Chesterfield am Fliesentisch.“/
Mit der „Zirkusmusik“-Line das stärkste Bild der gesamten Runde. Es wird ein fiktives Szenario so lächerlich detailliert beschrieben, dass es glaubwürdig wirkt. Die Zeile funktioniert wegen der Begriffe „Chesterfield“ und „Fliesentisch“. Sehr viele Schlagwörter, die als asozial bewertet werden können, sind hier auf kurzem Raum in einem kohärenten Kontext gepresst worden und evozieren dadurch eine lebhafte Vorstellung. Das ist schon seit Jahren eine der größten Stärken von Eduard. Er muss kein ausgelutschten Wie-Vergleich bringen, um mit seinem Text zu punkten. Ich schätze das sehr.
Ich weiß tatsächlich nicht, wie sehr hier die Reimtechnik ins Gewicht fallen soll. Da mir das persönlich nicht besonders wichtig ist, führe ich auch hier wieder Beispiele an (um gewisse Passagen zu würdigen), lasse sie aber nicht zu sehr in die Punktevergabe mit einfließen.
- „HAUS zu VERLASSEN“ auf „TAUfe GEWASCHEN“, weil gut im Kontext und einigermaßen sauber
- „PICKELN AN DEM KOPF“ auf „TINGELTANGEL BOB“, weil das zweite Reimwort ein unkonventionelles Nomen ist und dieses mal komplett sauber
- „LINIEN SNIFFST“ aus „FLIEßENTISCH, weil sehr gut im Kontext und komplett sauber
Eduard hat gut abgeliefert. Ich kenne, wie gesagt, stärkere Runden von ihm, aber die Gegenüberstellung erfolgt ja nicht zu alten Runden von Eduard, sondern zu der Runde seines Gegners.
Delivery Kidd Kuala: 3 Punkte
In direkter Gegenüberstellung finde ich Eduard etwas sauberer. Der Mann könnte halt auch mit seinen Battlerunden vier Alben füllen. Das macht schon was mit einem. Handwerklich ist das halt nahezu perfekt exekutiert (Äym mit inbegriffen), aber für mich reicht der kleine Vorsprung nicht für einen Punkteunterschied. Eduard macht es richtig, Flashus macht es anders, aber nicht falsch. Ich sehe hier keinen Grund, jemanden einen Vorsprung zu geben.
Das Video von Eduard scheint mir eher zweckerfüllend. Wir haben Aufnahmen vom Interpreten beim Rauchen und Tee Trinken, außerdem noch Ausschnitte von einer Party (?) und obligatorische Videosequenzen seiner DAW. Mit Abstand die Highlights sind die Nahaufnahmen vom Seitenprofil vor den Bildschirmstörsequenzen (oder einem Greenscreen, keine Ahnung, wirklich). Die wurden mit Zooms und Dreheffekten ausgeschmückt und wirken daher um einiges passender für eine Battlerunde als der ganze Rest. Kameraqualität ist soweit in Ordnung, scheint mir mit irgend einem IPhone aufgenommen worden zu sein (sek. 40). Ich meine, das Video ist stilistisch in seiner Inkongruenz schon wieder ziemlich lustig. Eduard will damit wahrscheinlich die Ernsthaftigkeit rausnehmen und damit indirekt demonstrieren, was er von seinem Gegner hält. Das kann auch einen gewissen Überlegenheitseffekt auslösen, für die Bewertung dieser Rubrik halte ich vergleichliche Mutmaßungen aber für unpassend. Effekte und Einblendungen gibt es auch ein paar, der Schnitt ist rhythmisch gut und holt echt viel aus den Aufnahmen raus. Ich tendiere aufgrund der Stilsicherheit fast zu drei Punkten, aber fände das seinem Kontrahenten gegenüber nicht ganz fair.
Audio Kidd Kuala: 7
Der Interpret besticht direkt mit einem sehr passenden Instrumental für ein Battle. Der Beat funktioniert so gut, da er nicht zu voll produziert ist, das lässt Platz für die Stimme, eine gute Geschwindigkeit hat um den gesamten Sound etwas „nach vorne zu drücken“ und außerdem variabel respektive Percussion und Tonlagenwechsel ist. Eduard sowie Äym rappen extrem routiniert darauf, es gibt eine gesamte Bandbreite an Flowwechsel und die Mische ist verdammt clean. Die Reimsetzung ist auf den ersten Blick sehr einfach, man kann den beiden sofort folgen, aber es sind unglaublich viele Nuancen eingebaut, welche dafür Sorgen, dass das Gesamtprodukt wie aus einem Guss entstanden wirkt und nicht monoton wird. Ich führe hier mal einige Beispiele an: Bei Sekunde 48 haben wir einen Zeileneinstieg auf der 1 (inklusive Auftakt mit dem „Junge“), welcher den Endreim der vorangegangenen Zeile aufgreift („Zieh dich wieder an“). Äym baut im gesamten Chorus kurze Triolen ein, das klappt allein über die Betonung. Hört man nicht direkt raus, zeugt aber von extremer Routine und diesem klassichen „Kopfnickerfeeling“. Was mir noch positiv aufgefallen ist: Eduard lässt oft gar keine Silbenpause zwischen Aufbauzeile und Endzeile. Wir haben praktisch den gesetzten Reim auf der vier und im direkten Anschluss einen Start im Auftakt. Das macht er nicht durchgehend, sondern streut es immer mal wieder rein. Sorgt halt wieder für Abwechslung, auch wenn es sehr subtile Spielereien sind. Man hätte vielleicht noch mehr Variation bei der Reimsetzung anstreben können, aber das ist halt totale Geschmacksache und nimmt wahrscheinlich ziemlich viel von diesem straighten Effekt raus, den die Runde auditiv hinterlässt. Zum Mix und Mastering: Die Doubles sind sauber und auf angenehmer Lautstärke. Vor der letzten Hook gibts nochmal ne Bridge mit Distortion und Downpitch, erzeugt ne geile Atmosphäre. Ich kann hier halt rein handwerklich wirklich nichts bemängeln.
Text Kidd Kuala: 7 Punkte
Textlich kenne ich Besseres von Eduard. Aber es ist halt immer noch Eduard, der hat vollkommen zurecht ziemlich lange Runs in diversen Turnieren gehabt. Was die Angles angeht, ist hier nichts allzu Innovatives zu holen: Flashus sei behindert, ballert Stoff, ist ekelhaft und dumm. Mir persönlich ist die Umsetzung sehr viel wichtiger, als der genutzte Angle und was das betrifft, mach er einen gewohnt guten Job. Ich denke, es ist sinnvoll, bei beiden Interpreten die Highlights herauszuarbeiten und habe mich für jeweils 3 Pointen pro Interpreten entschieden. Anbei führe ich noch kurz an, wieso ich die Zeile gut finde.
1. „Wer soll dich ernst nehm, machst auf hirntot und auf krank/
Ey dikka, du stehst mittags auf und es geht Zirkusmusik an./“
Die Aufbauzeile dient hier eher dem Reim, auch wenn sie thematisch jetzt nicht ins Leere greift und durchaus im Kontext zur Pointe steht. Diese wird aber durch die Existenz der Aufbauzeile alleine jetzt nicht umbedingt verstärkt. Ich finde das Bild, welches hier gezeichnet wird aber ziemlich absurd und gut gelungen. Es wird sehr clever beschrieben, wie sehr der Interpret seinen Gegner ernst nimmt. Ich mag das allgemein sehr an Eduards Schreibstil, er schafft es, seinen Gegner lächerlich zu machen. Keine Vergleiche oder Doppeldeutigkeiten sind für so einen Angriff von Nöten – sie verwässern ihn sogar eher. Kleiner Spoiler: Alle von mir angeführten Highlightzeilen von Eduard schlagen in die gleiche Kerbe und sind in ihrer Struktur sehr ähnlich. Die Gedanken und die Formulierungen sind bei den Beispielen so stark, dass sie als guter Angriff zu werten sind.
2. „Wie der sich traut das Haus zu verlassen/
Ey du siehst aus, als hättst du dich das letzte mal bei deiner Taufe gewaschen./“
Das ist lustig, weil man eine Taufe nicht wirklich als Waschvorgang bezeichnen kann/sollte (wieso erkläre ich das?) und sie bei den meisten von uns sehr lange her ist. Auch hier reichen wieder Gedanke und Formulierung um einen lustigen Moment zu erzeugen, obwohl dieses mal schon eher eine Pointe im klassischen Sinne zu erkennen ist. Die Frage nach dem Angle fällt gewissermaßen wieder weg, da die Runde eher ein Gesamtbild des Gegners zeichnet und nicht verschiedene Angriffspunkte bedienen will.
3. „Und neben dir, während du Pisser dir Schunpftabak und Linien sniffst,/
Stopft sich dein scheiß Alkivater Chesterfield am Fliesentisch.“/
Mit der „Zirkusmusik“-Line das stärkste Bild der gesamten Runde. Es wird ein fiktives Szenario so lächerlich detailliert beschrieben, dass es glaubwürdig wirkt. Die Zeile funktioniert wegen der Begriffe „Chesterfield“ und „Fliesentisch“. Sehr viele Schlagwörter, die als asozial bewertet werden können, sind hier auf kurzem Raum in einem kohärenten Kontext gepresst worden und evozieren dadurch eine lebhafte Vorstellung. Das ist schon seit Jahren eine der größten Stärken von Eduard. Er muss kein ausgelutschten Wie-Vergleich bringen, um mit seinem Text zu punkten. Ich schätze das sehr.
Ich weiß tatsächlich nicht, wie sehr hier die Reimtechnik ins Gewicht fallen soll. Da mir das persönlich nicht besonders wichtig ist, führe ich auch hier wieder Beispiele an (um gewisse Passagen zu würdigen), lasse sie aber nicht zu sehr in die Punktevergabe mit einfließen.
- „HAUS zu VERLASSEN“ auf „TAUfe GEWASCHEN“, weil gut im Kontext und einigermaßen sauber
- „PICKELN AN DEM KOPF“ auf „TINGELTANGEL BOB“, weil das zweite Reimwort ein unkonventionelles Nomen ist und dieses mal komplett sauber
- „LINIEN SNIFFST“ aus „FLIEßENTISCH, weil sehr gut im Kontext und komplett sauber
Eduard hat gut abgeliefert. Ich kenne, wie gesagt, stärkere Runden von ihm, aber die Gegenüberstellung erfolgt ja nicht zu alten Runden von Eduard, sondern zu der Runde seines Gegners.
Delivery Kidd Kuala: 3 Punkte
In direkter Gegenüberstellung finde ich Eduard etwas sauberer. Der Mann könnte halt auch mit seinen Battlerunden vier Alben füllen. Das macht schon was mit einem. Handwerklich ist das halt nahezu perfekt exekutiert (Äym mit inbegriffen), aber für mich reicht der kleine Vorsprung nicht für einen Punkteunterschied. Eduard macht es richtig, Flashus macht es anders, aber nicht falsch. Ich sehe hier keinen Grund, jemanden einen Vorsprung zu geben.
Flashus Christus
Video
4 / 5
Audio
5 / 7
Text
6 / 10
Delivery
3 / 3
Video Flashus Christus: 4 Punkte
Vorab: Meine Expertise in Sachen Videographie lässt extrem zu wünschen übrig. Ich werde dennoch versuchen, meine Punkteverteilung angemessen zu begründen. Flashus Christus hat eine annehmbare Kameraqualität und -führung: Das schrammt alles meiner Meinung nach gerade so an professioneller Qualität vorbei, ist aber für ein MRT-Bonusbattle mehr als ausreichend. Positiv hervorzuheben sind die selbstgemachten Gimmicks: Bettelbecher, extra angefertigte Schilder; die sorgen für einen angenehmen Witz bei den kleinen Schauspieleinlagen. Außerdem ist es mir wichtig, die Mühe für diese getätigten „extra-Meter“ zu würdigen. Der Cut von Raiku ist sehr dynamisch, Effekte sind mit Bedacht eingesetzt und überladen das Gesamtprodukt nicht, sondern ergänzen es viel mehr. Die Locations sind soweit in Ordnung. Nichts allzu besonderes, aber dafür ist durchgängig genug Beleuchtung vorhanden, was der Bildqualität zu Gute kommt. Abschließend möchte ich noch auf die Performance von Flashus Christus eingehen. Die ist gut. Haha, ich mag die Mimik und Gestikulation, das wirkt originell und ein bisschen behämmert (im positiven Sinne). Videos könnten irgendwie immer besser sein, um ein nahezu perfektes Endprodukt zu erhalten, bedarf es einiges an Geld und Hard-Skills. Trotzdem wurde hier viel mehr als das Nötigste gemacht.
Audio Flashus Christus: 5 Punkte
Ich mag das Instrumental leider nicht besonders. Das kann und werde ich nicht in die Bewertung einfließen lassen, aber die Gitarre (oder Leier, oder Banjo, oder was auch immer) eiert richtig vor sich hin und passt meiner Meinung nach nicht zum Rapstil von Flashus Christus. Die Drums sind cool, wir haben außerdem immer wieder Cuts im Beat, wo gewisse Segmente auf der Vier rausgeschnitten werden um den Zeilen mehr Entfaltungsplatz zu schaffen. Das finde ich stilistisch immer gut. Flashus Christus wählt rein rhythmisch, wahrscheinlich auch aufgrund der BPM, einen ziemlich anderen Ansatz als sein Gegner. Die Zeilenstruktur ist eher klassisch, es gibt aber immer mal wieder Momente, wo Flashus den Reim bereits vor der Vier setzt (dafür gäbe es mehrere Beispiele, vor allem in den Aufbauzeilen, sehr gut raushören kann man das in der Endzeile des zweiten Parts). Das kann unter Umständen unroutiniert wirken, kommt hier als Stilmittel aber sinnvoll eingesetzt rüber. Das Reimschema ist auch völlig klassisch, positiv hervorzuheben sind hier die Binnenreime „dunklen Versteck“ auf „Wunden geleckt“ und direkt anschließend „Geltungsdrang“ auf „Redundanz“. Ich führe das hier und nicht in der Text-Rubrik an, da solche Variationen maßgeblichen Einfluss auf das Soundbild haben. Der Interpret rappt mit viel Nachdruck und hat eine coole Stimme. Seine Art entspricht zwar nicht meinem Geschmack, aber auch das hat in einer objektiven Analyse nur in Textform etwas zu suchen und nicht in der Punktevergabe. Die Mische von Luxus ist gut gelungen: Mir scheint hier über alle Vocals hinweg mit Distortion gearbeitet worden zu sein, kann aber auch an der rauen Stimme von Flashus liegen. Das Soundhighlight findet sich für mich in der Hook wieder: Die Betonungen von „fick dich du Hurensohn“ und „bitch, du rappst nicht wie der“ sorgen für einen stimmigen Bruch, außerdem sind diese Passagen rhythmisch interessant gesetzt. Soundpunkte münden immer in einer Geschmacksfrage und ich gebe mir die Runde von Eduard einfach deutlich lieber, aber hier wurde auf jedenfall auch sehr gute Arbeit geleistet.
Text Flashus Christus: 6 Punkte
Sooo, kommen wir zum Text von Flashus Christus. Ich glaube, das war eines seiner ersten Battles, die Angles sind dafür ziemlich gut gewählt: Eduard war lange weg, hat abgenommen und hatte mal „Money“ im Namen, woraus sich nette Sachen basteln lassen. Die Koala-Angriffsfläche gefällt mir leider nicht. Bei besserer Umsetzung wäre ich da vielleicht anderer Meinung, aber die meisten Zeilen mit diesem Angle leben von der reinen Erwähnung und wirken wie ein „Reach“. Flashus Christus schreibt etwas direkter und plumper als sein Gegner, was aber an sich nichts Schlechtes sein muss. Auch hier führe ich wieder die drei textlichen Highlights an und gehe näher darauf ein.
1. „Dein von Geltungsdrang und Redundanz geprägtes Lebenswerk/
Vermittelt mehr den Eindruck von Eduard Käseberg./“
Das ist ein lustiger Vergleich mit Popkultur-Referenz, welcher über den ehemaligen Namen von Kidd Kuala funktioniert. Außerdem wird hier die bisherigen Karriere seines Gegners als sinnlos betitelt. Die Zeile funktioniert und ist lustig, das reicht vollkommen für einen guten Angriff.
2. „Meine Arbeit ist sauer, denn ich brauch ständig gelbe Scheine/
Und ich bin nicht ganz sauber, nur weil ich Geldwäsche betreibe./“
Die Zeile lässt extrem viel Interpretationsspielraum, auch wenn sie erst mal nicht so wirkt. Die Aufbauzeile fungiert hier eher als Representer, passt aber trotzdem ganz gut zum Kontext, da es ja zuletzt um Geld (Money) geht. „Ich bin nicht ganz sauber“ kontert den Penner-Angle von Eduard extrem gut voraus, da er direkt im Anschluss mit der Begründung „nur weil ich Geldwäsche betreibe“ eine erstmal völlig andere Erklärung für das Nicht-sauber-sein bringt. Nimmt man diese aber nicht wörtlich, wir sind ja in einem Battle, dann bleibt man beim Wort „Wäsche“ hängen. Womit hier mutmaßlich gemeint ist, dass er Eduard Money den Kopf wäscht, also zurück auf den Boden bringt. Wir haben praktisch drei Doppeldeutigkeiten in einer Zeile: sauber (also körperlich sauber/vor dem Gesetz sauber), Geld (also einfach Moneten/ Eduard MONEY) und Wäsche (im Bezug auf Geldwäsche/den Kopf von Eduard waschen). Vielleicht interpretiere ich zu viel hinein, aber die Zeile ist so geschrieben, dass sie solche Gedankengänge zulässt. Und ich finde das sehr gut. Eindeutig mein Highlight dieser Runde.
3. „Ich missbrauche deine Betreuerin und Schwester/
Dabei rauch ich ganz entspannt ein paar Eukalyptusblätter./“
Die einzige Zeile aus dem Koala-Angle, die für mich funktioniert. Der Aufbau ist völlig zusammenhangslos, aber das Bild und die zusammenhängende Metapher für (mutmaßlich) Weed ist gut gelungen und verdient eine Erwähnung.
Alles in Allem geht in der Runde leider ziemlich viel ins Leere. Auf dem Textblatt haben wir auf jedenfall Highlights, aber bei Eduard sind die nicht erwähnten Zeilen stellenweise immer noch ganz nett, das fehlt mir bei Flashus Christus leider. Vieles fußt auf stumpfen Beleidungen und manche Angriffe wirken völlig aus der Luft gegriffen. Ich finde die Runde absolut nicht schlecht, aber sie entspricht textlich vielleicht einfach nicht meinem Geschmack (mit Ausnahme von der Käseberg- und Geldwäsche-Zeile). Wo Flashus seinen Gegner aber eindeutig in den Schatten stellt, ist die Reimtechnik. Ich kann hier gar nicht genug Beispiele anführen, das würde den Rahmen sprengen, aber es wird konstant ein ziemlich gutes Level gehalten.
- „JahrHUNDERTE WEG“, „DUNKLEN VERSTECK“ und „WUNDEN GELECKT“, steht super im Kontext und ist sauber
- „GELTUNGSDRANG“ auf „REDUNDANZ“ und „LEBENSWERK“ auf „KÄSEBERG“, wieder guter Kontext und jede Silbe reimt sich, dieses mal sogar ausschließlich Substantive, das ist hohes Niveau
- „GEWICHTSVERLUST“ auf „GEBISSABDRUCK“, schöner Substantivreim
- „KÖNIG im PELZKRAGEN“ auf „perSÖNLICHen GELDSKLAVEN“, coole Wortwahl, schöner Binnenreim vor den Substantiven
- „BeTREUERIN UND SCHWESTER“ auf „EUKALYPTUSBLÄTTER“, funktioniert auf dem Papier nicht, aber mit Aussprache wird das ein lupenreiner Sechssilber. Das Reimwort „Eukalyptusblätter“ ist echt nicht einfach.
Das ist Flashus` Steckenpferd und sowas merkt man. Ich bin, wie gesagt, kein Reimfreak, aber diese Überlegenheit muss ich mit in die Bewertung einfließen lassen. Eduard ist der bessere Battlerapper, hat sich aber mit den Angles nicht viel Mühe gegeben. Flashus war, was Angles angeht, mutiger, auch wenn das Koala-Ding für mich größtenteils ein Griff ins Klo war. Rein von den Punchlines ein Sieben zu Fünf, die bessere Reimtechnik sorgt für den sechsten Punkt bei Flashus Christus.
Delivery Flashus Christus: 3 Punkte
Der Mann ist Rapper und kann delivern, gilt allerdings auch für seinen Gegner. Die aggressiven Betonungen wären bei einem anderen Instrumental so viel brachialer gewesen, jetzt wirken sie halt manchmal etwas deplatziert. Ich glaube, rein von der Delivery fände ich Flashus außerhalb dieses Vakuums sogar besser als Eduard, aber ich bewerte nur diese zwei Runden. Die Betonung kann bisweilen bisschen unkonventionell wirken, aber ich mag das. Hat halt was Eigenes und es wirkt schon so, als hätte der Interpret unter Kontrolle, was seine Stimme macht.
Vorab: Meine Expertise in Sachen Videographie lässt extrem zu wünschen übrig. Ich werde dennoch versuchen, meine Punkteverteilung angemessen zu begründen. Flashus Christus hat eine annehmbare Kameraqualität und -führung: Das schrammt alles meiner Meinung nach gerade so an professioneller Qualität vorbei, ist aber für ein MRT-Bonusbattle mehr als ausreichend. Positiv hervorzuheben sind die selbstgemachten Gimmicks: Bettelbecher, extra angefertigte Schilder; die sorgen für einen angenehmen Witz bei den kleinen Schauspieleinlagen. Außerdem ist es mir wichtig, die Mühe für diese getätigten „extra-Meter“ zu würdigen. Der Cut von Raiku ist sehr dynamisch, Effekte sind mit Bedacht eingesetzt und überladen das Gesamtprodukt nicht, sondern ergänzen es viel mehr. Die Locations sind soweit in Ordnung. Nichts allzu besonderes, aber dafür ist durchgängig genug Beleuchtung vorhanden, was der Bildqualität zu Gute kommt. Abschließend möchte ich noch auf die Performance von Flashus Christus eingehen. Die ist gut. Haha, ich mag die Mimik und Gestikulation, das wirkt originell und ein bisschen behämmert (im positiven Sinne). Videos könnten irgendwie immer besser sein, um ein nahezu perfektes Endprodukt zu erhalten, bedarf es einiges an Geld und Hard-Skills. Trotzdem wurde hier viel mehr als das Nötigste gemacht.
Audio Flashus Christus: 5 Punkte
Ich mag das Instrumental leider nicht besonders. Das kann und werde ich nicht in die Bewertung einfließen lassen, aber die Gitarre (oder Leier, oder Banjo, oder was auch immer) eiert richtig vor sich hin und passt meiner Meinung nach nicht zum Rapstil von Flashus Christus. Die Drums sind cool, wir haben außerdem immer wieder Cuts im Beat, wo gewisse Segmente auf der Vier rausgeschnitten werden um den Zeilen mehr Entfaltungsplatz zu schaffen. Das finde ich stilistisch immer gut. Flashus Christus wählt rein rhythmisch, wahrscheinlich auch aufgrund der BPM, einen ziemlich anderen Ansatz als sein Gegner. Die Zeilenstruktur ist eher klassisch, es gibt aber immer mal wieder Momente, wo Flashus den Reim bereits vor der Vier setzt (dafür gäbe es mehrere Beispiele, vor allem in den Aufbauzeilen, sehr gut raushören kann man das in der Endzeile des zweiten Parts). Das kann unter Umständen unroutiniert wirken, kommt hier als Stilmittel aber sinnvoll eingesetzt rüber. Das Reimschema ist auch völlig klassisch, positiv hervorzuheben sind hier die Binnenreime „dunklen Versteck“ auf „Wunden geleckt“ und direkt anschließend „Geltungsdrang“ auf „Redundanz“. Ich führe das hier und nicht in der Text-Rubrik an, da solche Variationen maßgeblichen Einfluss auf das Soundbild haben. Der Interpret rappt mit viel Nachdruck und hat eine coole Stimme. Seine Art entspricht zwar nicht meinem Geschmack, aber auch das hat in einer objektiven Analyse nur in Textform etwas zu suchen und nicht in der Punktevergabe. Die Mische von Luxus ist gut gelungen: Mir scheint hier über alle Vocals hinweg mit Distortion gearbeitet worden zu sein, kann aber auch an der rauen Stimme von Flashus liegen. Das Soundhighlight findet sich für mich in der Hook wieder: Die Betonungen von „fick dich du Hurensohn“ und „bitch, du rappst nicht wie der“ sorgen für einen stimmigen Bruch, außerdem sind diese Passagen rhythmisch interessant gesetzt. Soundpunkte münden immer in einer Geschmacksfrage und ich gebe mir die Runde von Eduard einfach deutlich lieber, aber hier wurde auf jedenfall auch sehr gute Arbeit geleistet.
Text Flashus Christus: 6 Punkte
Sooo, kommen wir zum Text von Flashus Christus. Ich glaube, das war eines seiner ersten Battles, die Angles sind dafür ziemlich gut gewählt: Eduard war lange weg, hat abgenommen und hatte mal „Money“ im Namen, woraus sich nette Sachen basteln lassen. Die Koala-Angriffsfläche gefällt mir leider nicht. Bei besserer Umsetzung wäre ich da vielleicht anderer Meinung, aber die meisten Zeilen mit diesem Angle leben von der reinen Erwähnung und wirken wie ein „Reach“. Flashus Christus schreibt etwas direkter und plumper als sein Gegner, was aber an sich nichts Schlechtes sein muss. Auch hier führe ich wieder die drei textlichen Highlights an und gehe näher darauf ein.
1. „Dein von Geltungsdrang und Redundanz geprägtes Lebenswerk/
Vermittelt mehr den Eindruck von Eduard Käseberg./“
Das ist ein lustiger Vergleich mit Popkultur-Referenz, welcher über den ehemaligen Namen von Kidd Kuala funktioniert. Außerdem wird hier die bisherigen Karriere seines Gegners als sinnlos betitelt. Die Zeile funktioniert und ist lustig, das reicht vollkommen für einen guten Angriff.
2. „Meine Arbeit ist sauer, denn ich brauch ständig gelbe Scheine/
Und ich bin nicht ganz sauber, nur weil ich Geldwäsche betreibe./“
Die Zeile lässt extrem viel Interpretationsspielraum, auch wenn sie erst mal nicht so wirkt. Die Aufbauzeile fungiert hier eher als Representer, passt aber trotzdem ganz gut zum Kontext, da es ja zuletzt um Geld (Money) geht. „Ich bin nicht ganz sauber“ kontert den Penner-Angle von Eduard extrem gut voraus, da er direkt im Anschluss mit der Begründung „nur weil ich Geldwäsche betreibe“ eine erstmal völlig andere Erklärung für das Nicht-sauber-sein bringt. Nimmt man diese aber nicht wörtlich, wir sind ja in einem Battle, dann bleibt man beim Wort „Wäsche“ hängen. Womit hier mutmaßlich gemeint ist, dass er Eduard Money den Kopf wäscht, also zurück auf den Boden bringt. Wir haben praktisch drei Doppeldeutigkeiten in einer Zeile: sauber (also körperlich sauber/vor dem Gesetz sauber), Geld (also einfach Moneten/ Eduard MONEY) und Wäsche (im Bezug auf Geldwäsche/den Kopf von Eduard waschen). Vielleicht interpretiere ich zu viel hinein, aber die Zeile ist so geschrieben, dass sie solche Gedankengänge zulässt. Und ich finde das sehr gut. Eindeutig mein Highlight dieser Runde.
3. „Ich missbrauche deine Betreuerin und Schwester/
Dabei rauch ich ganz entspannt ein paar Eukalyptusblätter./“
Die einzige Zeile aus dem Koala-Angle, die für mich funktioniert. Der Aufbau ist völlig zusammenhangslos, aber das Bild und die zusammenhängende Metapher für (mutmaßlich) Weed ist gut gelungen und verdient eine Erwähnung.
Alles in Allem geht in der Runde leider ziemlich viel ins Leere. Auf dem Textblatt haben wir auf jedenfall Highlights, aber bei Eduard sind die nicht erwähnten Zeilen stellenweise immer noch ganz nett, das fehlt mir bei Flashus Christus leider. Vieles fußt auf stumpfen Beleidungen und manche Angriffe wirken völlig aus der Luft gegriffen. Ich finde die Runde absolut nicht schlecht, aber sie entspricht textlich vielleicht einfach nicht meinem Geschmack (mit Ausnahme von der Käseberg- und Geldwäsche-Zeile). Wo Flashus seinen Gegner aber eindeutig in den Schatten stellt, ist die Reimtechnik. Ich kann hier gar nicht genug Beispiele anführen, das würde den Rahmen sprengen, aber es wird konstant ein ziemlich gutes Level gehalten.
- „JahrHUNDERTE WEG“, „DUNKLEN VERSTECK“ und „WUNDEN GELECKT“, steht super im Kontext und ist sauber
- „GELTUNGSDRANG“ auf „REDUNDANZ“ und „LEBENSWERK“ auf „KÄSEBERG“, wieder guter Kontext und jede Silbe reimt sich, dieses mal sogar ausschließlich Substantive, das ist hohes Niveau
- „GEWICHTSVERLUST“ auf „GEBISSABDRUCK“, schöner Substantivreim
- „KÖNIG im PELZKRAGEN“ auf „perSÖNLICHen GELDSKLAVEN“, coole Wortwahl, schöner Binnenreim vor den Substantiven
- „BeTREUERIN UND SCHWESTER“ auf „EUKALYPTUSBLÄTTER“, funktioniert auf dem Papier nicht, aber mit Aussprache wird das ein lupenreiner Sechssilber. Das Reimwort „Eukalyptusblätter“ ist echt nicht einfach.
Das ist Flashus` Steckenpferd und sowas merkt man. Ich bin, wie gesagt, kein Reimfreak, aber diese Überlegenheit muss ich mit in die Bewertung einfließen lassen. Eduard ist der bessere Battlerapper, hat sich aber mit den Angles nicht viel Mühe gegeben. Flashus war, was Angles angeht, mutiger, auch wenn das Koala-Ding für mich größtenteils ein Griff ins Klo war. Rein von den Punchlines ein Sieben zu Fünf, die bessere Reimtechnik sorgt für den sechsten Punkt bei Flashus Christus.
Delivery Flashus Christus: 3 Punkte
Der Mann ist Rapper und kann delivern, gilt allerdings auch für seinen Gegner. Die aggressiven Betonungen wären bei einem anderen Instrumental so viel brachialer gewesen, jetzt wirken sie halt manchmal etwas deplatziert. Ich glaube, rein von der Delivery fände ich Flashus außerhalb dieses Vakuums sogar besser als Eduard, aber ich bewerte nur diese zwei Runden. Die Betonung kann bisweilen bisschen unkonventionell wirken, aber ich mag das. Hat halt was Eigenes und es wirkt schon so, als hätte der Interpret unter Kontrolle, was seine Stimme macht.
claimontd
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vergibt ein 15 zu 17 an
kidd kuala
Bewertung von claimontd
15 - 17
Gewinner: kidd kualakidd kuala
Video
2 / 5
Audio
7 / 7
Text
5 / 10
Delivery
3 / 3
Video:
Recht simpel und "langweilig" gehalten. Wobei man doch noch erwähnen sollte, dass das Video aufjedenfall abwechslungsreich ist, aber grundlegend kein sonderlich gutes / besonderes Video.
Audio:
Sehr clean gerappt und wunderbar gemischt - die Harmonie mit dem Beat gefällt mir im gesamten Soundbild sehr gut und auch Äym kommt super gut rüber - sowohl auditiv als auch raptechnisch. Alles in allem eine abwechslungsreiche und flawless gerappt schöne Leistung.
Text:
Der Kevlexar Einstieg ist ganz nett, aber nicht sonderlich schön ausgearbeitet - eher stumpf, genauso wie die darauffolgende "Zirkusmusik" Line.
Die Klinik Line mit der Einblendung wurde wunderbar delievered und ist für mich eine gute Punchline, die "Unc-Status" Line war es hingegen nicht für mich.
Auch die nachfolgenden 4 Bars sind recht oberflächlich, aber witzig.
Und die letzten 2 Lines haben mich jetzt auch nicht überzeugt.
Im gesamten ist der erste Part passabel. Nichts besonderes und leider nicht viel was hängen bleibt, dennoch schön rübergebracht und die stumpfe Delievery verleiht dem ganzen den angenehmen humoristischen Touch den ich bei kidd kuala generell gerne mag.
Die Äym Hook bewerte ich im Text nicht mit - auch wenn ich die Redflag Line sehr gut fand.
Der Einstieg vom zweiten Part ist für mich das Highlight der Runde. Der Gegnerbezug ist on point und perfekt rübergebracht - absolut schön.
Der Rest ist in Ordnung.
Textlich bewegen wir uns hier im Mittelfeld - die Delievery carried hier hart die Gewichtung der Lines.
Delivery:
Wie man schon in der Text-Bewertung rauslesen konnte finde ich vorallem die Delievery ganz klar ausschlaggebend für die Runde und diese sticht auch enorm für mich heraus.
Recht simpel und "langweilig" gehalten. Wobei man doch noch erwähnen sollte, dass das Video aufjedenfall abwechslungsreich ist, aber grundlegend kein sonderlich gutes / besonderes Video.
Audio:
Sehr clean gerappt und wunderbar gemischt - die Harmonie mit dem Beat gefällt mir im gesamten Soundbild sehr gut und auch Äym kommt super gut rüber - sowohl auditiv als auch raptechnisch. Alles in allem eine abwechslungsreiche und flawless gerappt schöne Leistung.
Text:
Der Kevlexar Einstieg ist ganz nett, aber nicht sonderlich schön ausgearbeitet - eher stumpf, genauso wie die darauffolgende "Zirkusmusik" Line.
Die Klinik Line mit der Einblendung wurde wunderbar delievered und ist für mich eine gute Punchline, die "Unc-Status" Line war es hingegen nicht für mich.
Auch die nachfolgenden 4 Bars sind recht oberflächlich, aber witzig.
Und die letzten 2 Lines haben mich jetzt auch nicht überzeugt.
Im gesamten ist der erste Part passabel. Nichts besonderes und leider nicht viel was hängen bleibt, dennoch schön rübergebracht und die stumpfe Delievery verleiht dem ganzen den angenehmen humoristischen Touch den ich bei kidd kuala generell gerne mag.
Die Äym Hook bewerte ich im Text nicht mit - auch wenn ich die Redflag Line sehr gut fand.
Der Einstieg vom zweiten Part ist für mich das Highlight der Runde. Der Gegnerbezug ist on point und perfekt rübergebracht - absolut schön.
Der Rest ist in Ordnung.
Textlich bewegen wir uns hier im Mittelfeld - die Delievery carried hier hart die Gewichtung der Lines.
Delivery:
Wie man schon in der Text-Bewertung rauslesen konnte finde ich vorallem die Delievery ganz klar ausschlaggebend für die Runde und diese sticht auch enorm für mich heraus.
Flashus Christus
Video
4 / 5
Audio
4 / 7
Text
4 / 10
Delivery
3 / 3
Video:
Deutlich aufwendiger - Qualitativ keine Meisterleistung aber einfalls - und abwechslungsreich - das Video schafft es durch die gesamte Runde zu entertainen und vorallem die Hook-Passage mit den Einblendungen gefällt mir ganz gut. Man merkt aufjedenfall, dass die jungs spaß hatten und sich mühe gegeben haben (sie haben sogar ein Schild gebastelt) Auch die Performance von Christus gefällt mir.
Audio:
auditiv gefällt mir kidd kuala deutlich besser - die double spüren werden für mein Empfinden ein wenig zu über repräsentiert - hätte für mich besser zu einem basslastigeren Beat gepasst. Generell ist's der Beat gepaart mit der Art des Raps nicht für mich in dieser Runde. Flashus Christus kann definitiv rappen, aber ich hätte mir bei der Stimmfarbe und dem Text (vorallem in der Hook) einen aggressiveren Beat gewünscht.
So wirkt das ganze für mich ziemlich unrund und im direkten Vergleich mit seinem Gegner unterlegen.
Text:
Der Einstieg war ein guter Aufbau mit fehlenden Punch.
Aber auch unabhängig davon fehlt mir hier irgendwie der Rote Faden / die Anordnung der Lines. zuerst geht es um den Werdegang, dann darum, dass kidd kuala mal fett war und dann um Eduard Money wo man sich verkrampft auf den Vorhersehbaren Geld-Angle versteift. Nichts desto trotz sind die Geld-Lines recht witzig aber irgendwie zu casual.
Die Hook möchte ich aber positiv hervorheben - die Stumpfheit hat mich ordentlich unterhalten und passt zum generellen Erscheinungsbild / Gesamtpaket der Runde. Hätte nicht gedacht, dass mich ein "Fick dich du Hurensohn" nochmal unterhält.
Der zweite Part ist ähnlich aufgebaut wie der erste - der Einstieg ist ok, dann 2 Eduard Money Lines und dann wird der Rest sich nur auf den Namen bezogen und ein bisschen zu wörtlich genommen. Ist halt an sich eine valide Angriffsfläche, aber kidd kuala / eduard money bringt doch soviel mehr Angriffsfläche mit, welche man hätte nutzen können. So wirkt mir das ganze einfach zu Oberflächlich und wenn es sich nicht direkt um den Namen handeln würde auch ein bisschen Bezuglos.
Delievery:
Wie schon in der Audio erwähnt fehlt mir ein bisschen die Harmonie aber das Video gleicht das vollkommen aus meiner Meinung nach. Auch wenn die Lines ein bisschen ihr Gewicht verlieren durch die fehlende Harmonie wird das gut durchs Video kompensiert.
Deutlich aufwendiger - Qualitativ keine Meisterleistung aber einfalls - und abwechslungsreich - das Video schafft es durch die gesamte Runde zu entertainen und vorallem die Hook-Passage mit den Einblendungen gefällt mir ganz gut. Man merkt aufjedenfall, dass die jungs spaß hatten und sich mühe gegeben haben (sie haben sogar ein Schild gebastelt) Auch die Performance von Christus gefällt mir.
Audio:
auditiv gefällt mir kidd kuala deutlich besser - die double spüren werden für mein Empfinden ein wenig zu über repräsentiert - hätte für mich besser zu einem basslastigeren Beat gepasst. Generell ist's der Beat gepaart mit der Art des Raps nicht für mich in dieser Runde. Flashus Christus kann definitiv rappen, aber ich hätte mir bei der Stimmfarbe und dem Text (vorallem in der Hook) einen aggressiveren Beat gewünscht.
So wirkt das ganze für mich ziemlich unrund und im direkten Vergleich mit seinem Gegner unterlegen.
Text:
Der Einstieg war ein guter Aufbau mit fehlenden Punch.
Aber auch unabhängig davon fehlt mir hier irgendwie der Rote Faden / die Anordnung der Lines. zuerst geht es um den Werdegang, dann darum, dass kidd kuala mal fett war und dann um Eduard Money wo man sich verkrampft auf den Vorhersehbaren Geld-Angle versteift. Nichts desto trotz sind die Geld-Lines recht witzig aber irgendwie zu casual.
Die Hook möchte ich aber positiv hervorheben - die Stumpfheit hat mich ordentlich unterhalten und passt zum generellen Erscheinungsbild / Gesamtpaket der Runde. Hätte nicht gedacht, dass mich ein "Fick dich du Hurensohn" nochmal unterhält.
Der zweite Part ist ähnlich aufgebaut wie der erste - der Einstieg ist ok, dann 2 Eduard Money Lines und dann wird der Rest sich nur auf den Namen bezogen und ein bisschen zu wörtlich genommen. Ist halt an sich eine valide Angriffsfläche, aber kidd kuala / eduard money bringt doch soviel mehr Angriffsfläche mit, welche man hätte nutzen können. So wirkt mir das ganze einfach zu Oberflächlich und wenn es sich nicht direkt um den Namen handeln würde auch ein bisschen Bezuglos.
Delievery:
Wie schon in der Audio erwähnt fehlt mir ein bisschen die Harmonie aber das Video gleicht das vollkommen aus meiner Meinung nach. Auch wenn die Lines ein bisschen ihr Gewicht verlieren durch die fehlende Harmonie wird das gut durchs Video kompensiert.
scayne_music
Zur Bewertung »
vergibt ein 15 zu 18 an
kidd kuala
Bewertung von scayne_music
15 - 18
Gewinner: kidd kualakidd kuala
Video
2 / 5
Audio
7 / 7
Text
6 / 10
Delivery
3 / 3
Video:
Kidd Kuala kommt mit einem Video, welches einen sehr improvisierten Eindruck vermittelt. Einige Stellen erzeugen richtig Stimmung anderen sehen wiederum sehr halbherzig aus. Seine Performance ist positiv hervorzuheben sowie die Szene mit dem Seitenprofil seines Gesichts und dem beleuchteten Hintergrund.
Audio:
Mix/Master ist, wie bei Flashus, auch solide, nichts was besonders heraussticht, aber auch absolut nichts, was negativ auffällt. Der Rap ist dafür sehr stark. Man merkt die Leichtigkeit und Routine beim Rappen, was das Zuhören richtig angenehm macht. Auch Äym fügt sich da richtig gut ein, stylisch umgesetzt und mit der passenden arroganten Attitude versehen. Unterm Strich kann man das durchweg als sehr gut bezeichnen. Auch bei Kidd Kuala haben wir gute Betonungen einen ebenfalls sehr guten und passenden Stimmeinsatz sowie Betonungen und Variation.
Text:
Textlich bleibt Kidd Kuala sehr stumpf und auf der Humorschiene. Viel Oberflächlichkeit die witzig verpackt ist und mit der Delivery und dem Stimmeinsatz gut transportiert wird. Die Runde ist zwar relativ kurz aber hat dafür viele Fronts und auch die ein oder andere Highlightzeile. Niemand wurde hier mit Punchlines beerdigt aber das ist ja schließlich auch ein Bonusbattle. Hier mal die Highlights:
"also komm ran man ich hab bock doch das wird fies also verzieh dich
sonst rappt der Kokajoe danach mal wieder aus der Klinik"
"fick das christentum ich hab zeugen jehovas gebangt
gott hat deine tracks gehört und uns als Dank Corona geschenkt"
"Wie der sich traut das Haus zu verlassen
ey du siehst aus als hättst du dich das letzte Mal bei deiner Taufe gewaschen"
Delivery:
Stimmeinsatz, Arroganz, Attitude sowohl Feature als auch Kidd. Volle Punktzahl
Fazit:
Ein sehr cooles Battle, wo beide Seiten sehr solide abgeliefert haben. Erstmal danke an dieser Stelle, dass sich hier viel mühe für ein Bonusbattle gegeben wurde, was an für sicht ja nichts mit dem richtigen Turnier zu tun hat. Es ist sehr wichtig diese Arbeit wertzuschätzen, die die Künstler hier aufgebracht haben, um die Community zu entertainen.
Flashus Christus hat eine stimmige Runde abgeliefert, wo es aber an den Punchlines harpert. Geiler Style, geile Stimme, solides Soundbild und mit dem Video dazu, macht es sehr Spaß ihm zuzuhören und man wird sehr gut entertaint.
Kidd Kuala macht es von den Punchlines her besser und er transportiert einfach eine Routine, die man sehr selten hört, und dementsprechend ist er hier auch vorne.
Ich bedanke mich bei beiden Artists für die geilen Runden und wünsche ihnen sowie der ganzen Community und allen, die das lesen eine schöne Vorweihnachtszeit und alles Gute!
Kidd Kuala kommt mit einem Video, welches einen sehr improvisierten Eindruck vermittelt. Einige Stellen erzeugen richtig Stimmung anderen sehen wiederum sehr halbherzig aus. Seine Performance ist positiv hervorzuheben sowie die Szene mit dem Seitenprofil seines Gesichts und dem beleuchteten Hintergrund.
Audio:
Mix/Master ist, wie bei Flashus, auch solide, nichts was besonders heraussticht, aber auch absolut nichts, was negativ auffällt. Der Rap ist dafür sehr stark. Man merkt die Leichtigkeit und Routine beim Rappen, was das Zuhören richtig angenehm macht. Auch Äym fügt sich da richtig gut ein, stylisch umgesetzt und mit der passenden arroganten Attitude versehen. Unterm Strich kann man das durchweg als sehr gut bezeichnen. Auch bei Kidd Kuala haben wir gute Betonungen einen ebenfalls sehr guten und passenden Stimmeinsatz sowie Betonungen und Variation.
Text:
Textlich bleibt Kidd Kuala sehr stumpf und auf der Humorschiene. Viel Oberflächlichkeit die witzig verpackt ist und mit der Delivery und dem Stimmeinsatz gut transportiert wird. Die Runde ist zwar relativ kurz aber hat dafür viele Fronts und auch die ein oder andere Highlightzeile. Niemand wurde hier mit Punchlines beerdigt aber das ist ja schließlich auch ein Bonusbattle. Hier mal die Highlights:
"also komm ran man ich hab bock doch das wird fies also verzieh dich
sonst rappt der Kokajoe danach mal wieder aus der Klinik"
"fick das christentum ich hab zeugen jehovas gebangt
gott hat deine tracks gehört und uns als Dank Corona geschenkt"
"Wie der sich traut das Haus zu verlassen
ey du siehst aus als hättst du dich das letzte Mal bei deiner Taufe gewaschen"
Delivery:
Stimmeinsatz, Arroganz, Attitude sowohl Feature als auch Kidd. Volle Punktzahl
Fazit:
Ein sehr cooles Battle, wo beide Seiten sehr solide abgeliefert haben. Erstmal danke an dieser Stelle, dass sich hier viel mühe für ein Bonusbattle gegeben wurde, was an für sicht ja nichts mit dem richtigen Turnier zu tun hat. Es ist sehr wichtig diese Arbeit wertzuschätzen, die die Künstler hier aufgebracht haben, um die Community zu entertainen.
Flashus Christus hat eine stimmige Runde abgeliefert, wo es aber an den Punchlines harpert. Geiler Style, geile Stimme, solides Soundbild und mit dem Video dazu, macht es sehr Spaß ihm zuzuhören und man wird sehr gut entertaint.
Kidd Kuala macht es von den Punchlines her besser und er transportiert einfach eine Routine, die man sehr selten hört, und dementsprechend ist er hier auch vorne.
Ich bedanke mich bei beiden Artists für die geilen Runden und wünsche ihnen sowie der ganzen Community und allen, die das lesen eine schöne Vorweihnachtszeit und alles Gute!
Flashus Christus
Video
3 / 5
Audio
5 / 7
Text
4 / 10
Delivery
3 / 3
Video:
Das Video von Flashus Christus hat einige nette Ideen, die teils gut umgesetzt worden sind. Locations sind okay, Kameraqualität mittelmäßig und es ist durchaus solide gedreht. Kreative Schnittbilder und solide Effekte sorgen zusätzlich für Abwechslung. Ein durch und durch solides Video.
Audio:
Mix/Master ist solide. Nichts was besonders heraussticht aber auch nichts, was irgendwie beim Zuhören stört. Der Rap ist insgesamt ebenfalls solide, mit einigen guten Patterns. An ein paar Stellen gibt es kleinere Verhaspler bzw. Stellen, die nicht so onpoint sind, die den Flow kurz bremsen, insgesamt bleibt die Performance aber recht ordentlich. Als Beispiel mal eine Stelle die nicht so rund wirkt und anschließend eine sie dafür sehr gut kommt:
(-)
Ich kann mich nicht auf dich beziehn bei diesen weaken Lyrics/
Ich geb dir nen Zehner wenn du auch mal was brauchbares Textest//
(+)
Im Vergleich zu verdien ich Geld mit der Mukke/
Du dagegen kannst froh sein wenn n paar Cents dabei rumkomm//
Was auch noch positiv hervorzuheben ist, sind die Betonungen von Flashus Christus. Aggressive Stimmlage, gute Betonung der Reime und auch gute Variation (vor allem in der Hook).
Text:
Die Runde von Flashus Christus ist im zweiten Part deutlich stärker als im ersten. Der erste Part enthält sehr wenig bis gar keine Treffer, da diese nicht gut herausgearbeitet werden bzw. keine wirkliche Pointe haben. Hier mal ein Beispiel:
Im Vergleich zu verdien ich Geld mit der Mukke/
Du dagegen kannst froh sein wenn n paar Cents dabei rumkomm//
Flashus Christus verdeutlicht hier, dass er kommerziell erfolgreicher als Kidd Kuala ist. Mehr aber auch nicht. Hier wird es lediglich erwähnt aber nicht ausgearbeitet oder kreativ damit Angegriffen. Reines erwähnen von Angriffspunkten bzw. Angriffsflächen trifft dementsprechend nicht ganz so stark. Dieses Schema zieht sich leider durch die gesamte Runde. Die Line darauf mit der Geldwäsche entschöpft zwar auch nicht ihr volles potenzial, ist aber viel besser gedacht, da hier Bezug auf den alten Künstlernamen von Kidd Kuala genommen wird. Der zweite Part ist wiederum stärker. Mehr solide Lines, keine überkrassen Punchlines, aber solide Fronts, die man gut und gern einbauen kann. Hier mal die Highlights:
Kidd Kuala, du bist echt n flauschiger Fellfick/
Als Rapper bringst du so ziemlich alles außer Talent mit//
Du fühlst dich heimisch in australischem Waldgebiet/
Hab ich dort nich vor paar Jahrn nen Brand gelegt?//
Delivery:
Guter Stimmeinsatz, gute Betonungen, Variation - volle Punktzahl
Fazit:
Ein sehr cooles Battle, wo beide Seiten sehr solide abgeliefert haben. Erstmal danke an dieser Stelle, dass sich hier viel mühe für ein Bonusbattle gegeben wurde, was an für sicht ja nichts mit dem richtigen Turnier zu tun hat. Es ist sehr wichtig diese Arbeit wertzuschätzen, die die Künstler hier aufgebracht haben, um die Community zu entertainen.
Flashus Christus hat eine stimmige Runde abgeliefert, wo es aber an den Punchlines harpert. Geiler Style, geile Stimme, solides Soundbild und mit dem Video dazu, macht es sehr Spaß ihm zuzuhören und man wird sehr gut entertaint.
Kidd Kuala macht es von den Punchlines her besser und er transportiert einfach eine Routine, die man sehr selten hört, und dementsprechend ist er hier auch vorne.
Ich bedanke mich bei beiden Artists für die geilen Runden und wünsche ihnen sowie der ganzen Community und allen, die das lesen eine schöne Vorweihnachtszeit und alles Gute!
Das Video von Flashus Christus hat einige nette Ideen, die teils gut umgesetzt worden sind. Locations sind okay, Kameraqualität mittelmäßig und es ist durchaus solide gedreht. Kreative Schnittbilder und solide Effekte sorgen zusätzlich für Abwechslung. Ein durch und durch solides Video.
Audio:
Mix/Master ist solide. Nichts was besonders heraussticht aber auch nichts, was irgendwie beim Zuhören stört. Der Rap ist insgesamt ebenfalls solide, mit einigen guten Patterns. An ein paar Stellen gibt es kleinere Verhaspler bzw. Stellen, die nicht so onpoint sind, die den Flow kurz bremsen, insgesamt bleibt die Performance aber recht ordentlich. Als Beispiel mal eine Stelle die nicht so rund wirkt und anschließend eine sie dafür sehr gut kommt:
(-)
Ich kann mich nicht auf dich beziehn bei diesen weaken Lyrics/
Ich geb dir nen Zehner wenn du auch mal was brauchbares Textest//
(+)
Im Vergleich zu verdien ich Geld mit der Mukke/
Du dagegen kannst froh sein wenn n paar Cents dabei rumkomm//
Was auch noch positiv hervorzuheben ist, sind die Betonungen von Flashus Christus. Aggressive Stimmlage, gute Betonung der Reime und auch gute Variation (vor allem in der Hook).
Text:
Die Runde von Flashus Christus ist im zweiten Part deutlich stärker als im ersten. Der erste Part enthält sehr wenig bis gar keine Treffer, da diese nicht gut herausgearbeitet werden bzw. keine wirkliche Pointe haben. Hier mal ein Beispiel:
Im Vergleich zu verdien ich Geld mit der Mukke/
Du dagegen kannst froh sein wenn n paar Cents dabei rumkomm//
Flashus Christus verdeutlicht hier, dass er kommerziell erfolgreicher als Kidd Kuala ist. Mehr aber auch nicht. Hier wird es lediglich erwähnt aber nicht ausgearbeitet oder kreativ damit Angegriffen. Reines erwähnen von Angriffspunkten bzw. Angriffsflächen trifft dementsprechend nicht ganz so stark. Dieses Schema zieht sich leider durch die gesamte Runde. Die Line darauf mit der Geldwäsche entschöpft zwar auch nicht ihr volles potenzial, ist aber viel besser gedacht, da hier Bezug auf den alten Künstlernamen von Kidd Kuala genommen wird. Der zweite Part ist wiederum stärker. Mehr solide Lines, keine überkrassen Punchlines, aber solide Fronts, die man gut und gern einbauen kann. Hier mal die Highlights:
Kidd Kuala, du bist echt n flauschiger Fellfick/
Als Rapper bringst du so ziemlich alles außer Talent mit//
Du fühlst dich heimisch in australischem Waldgebiet/
Hab ich dort nich vor paar Jahrn nen Brand gelegt?//
Delivery:
Guter Stimmeinsatz, gute Betonungen, Variation - volle Punktzahl
Fazit:
Ein sehr cooles Battle, wo beide Seiten sehr solide abgeliefert haben. Erstmal danke an dieser Stelle, dass sich hier viel mühe für ein Bonusbattle gegeben wurde, was an für sicht ja nichts mit dem richtigen Turnier zu tun hat. Es ist sehr wichtig diese Arbeit wertzuschätzen, die die Künstler hier aufgebracht haben, um die Community zu entertainen.
Flashus Christus hat eine stimmige Runde abgeliefert, wo es aber an den Punchlines harpert. Geiler Style, geile Stimme, solides Soundbild und mit dem Video dazu, macht es sehr Spaß ihm zuzuhören und man wird sehr gut entertaint.
Kidd Kuala macht es von den Punchlines her besser und er transportiert einfach eine Routine, die man sehr selten hört, und dementsprechend ist er hier auch vorne.
Ich bedanke mich bei beiden Artists für die geilen Runden und wünsche ihnen sowie der ganzen Community und allen, die das lesen eine schöne Vorweihnachtszeit und alles Gute!
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